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Lexikon zum Laborbefund

Chromogranin A

Chromogranine und Sekretogranine bil­den eine Familie von sauren Proteinen, die zu­sammen mit Neurotransmittern und Pep­tidhormonen in das Gehirn und das diffuse neuroendokrine System eingela­gert wer­den. Chromogranine werden in den neu­roendokrinen Zellen des gesam­ten Kör­pers zusammen mit Neuropeptiden und Hormo­nen eingelagert.

Es spiegelt die exozystische, sympathoadrenale Aktivität und das Maß der Hormonausschüttung aus dem Ne­bennierenmark wieder.

Bei Karzinoidtumoren, die Serotonin bil­den und vermehrt ausschütten, kann das Abbauprodukt des Serotonins, die 5-Hydroxyindolessigsäure, im Sammelurin über 24 Stunden bestimmt wer­den. Bei Karzinoidtumoren, die kein spezielles Hormon vermehrt ausschütten, kann eine andere Substanz, das Chromogranin A, das in diesen Tu­moren gespeichert und auch an die Blutbahn abgegeben wird, im Serum gemessen werden.

Dabei handelt es sich um einen Tumormarker, der auch für die Verlaufsuntersuchungen von Be­deutung ist. Hohe Chromogranin A-Spie­gel können auf einen Tumor aus den neu­roendokri­nen Geweben hinweisen. Bei Phäochromozyto­men,  Neuroblastomen, Carcinoiden und bei en­dokrinen Tumoren, die evtl. ihr Hormon nicht mehr bilden, finden sich daher ebenfalls hohe CgA-Spiegel. Erhöhte CgA-Werte finden sich ebenfalls bei all solchen Tumoren mit neuroen­dokriner Diffe­renzierung.

Leicht erhöhte Werte finden sich u. a. bei Hyper­tonie und Niereninsuffizienz.

Normbereich: bis 100 ng/ml


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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