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Lexikon zum Laborbefund

Fructosamin

Fructosamin entsteht durch Bindung von Glu­kose an Albumin (Halbwertzeit von 19 Ta­gen). Somit ermöglicht die Bestimmung von Fruktosamin ähnlich dem HbA1c eine retro­spektive Beurteilung des Glukose­stoffwech­sels über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen gegenüber einem Zeitraum von sechs bis zwölf Wochen beim HbA1c. Damit ist Fructosamin einmal ein zusätzlicher Parameter für die Thera­pieeinstellung bei Diabetes melli­tus. Bei Di­abetes-Patienten mit angeborenen Hb-Anomalien ist der HbA1c-Wert grundsätz­lich ver­mindert und daher nicht verwert­bar, sodass in solchen Fällen nur Fructo­samin als Lang­zeitparameter eingesetzt werden kann. Nachteile der Fructosamin­bestimmung ist seine größere Störanfäl­ligkeit, die auf dem physiologisch variie­renden Albuminspiegel beruht.

Daher sollten bei stärkeren Abweichungen der Serum­albuminkonzentrationen die Fructosa­min-Werte korrigiert werden (gleicher Normbereich):

Fructosamin (albuminkorrigiert) (in µmol/l) = Fructosamin (gemessen in µmol/l) x 4,85 / Albumin (g/dl)

Normbereich: bis 285 µmol/l


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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