Lexikon zu Ihrem Laborbefund

Mit onlinebefunde können Laboraufträge jetzt einfach und schnell elektronisch erfasst werden – das System spart Ihnen Zeit und Ressourcen.

Lexikon zum Laborbefund

Insulin-Resistenz

In den letzten Jahren ist die periphere In­sulin-Resistenz als zentrale Ursache des Diabetes mellitus Typ 2 erkannt worden. Weiterhin gilt sie als  Risikofaktor für eine frühzeitige Arte­riosklerose. Die Insulinre­sistenz ist von wesent­licher Bedeutung in der Pathogenese des Syn­droms der Poly­zystischen Ovarien dar. Sie ist somit ge­rade bei jungen Frauen indirekt eine häu­fige Ursache von Sterilität und Zyk­lusstö­rungen mit einer Indikation für eine Met­for­min-Therapie.

Als Standardverfahren zur Bestimmung der Insulinresistenz dient bisher  der Glu­kose-Clamp-Versuch; dabei wird die nö­tige Gluko­semenge  ermittelt, um eine be­stimmte, intra­venös verabreichte Menge Insulin auszuglei­chen. Da dieses Verfah­ren sehr aufwendig ist und eine stationäre Aufnahme erforderlich ist,  kommt es nur für wissenschaftliche Untersu­chungen in Frage.

Eine ebenso zuverlässige Diagnose der Insu­linresistenz ist auch mittels der Be­rechnung des „HOMA (Homeostasis Mo­del Assess­ment)-Index“ möglich. Mittels einer paralle­len Bestimmung von Insulin und Blutzucker nach mind. 12-stündigem Fasten ist eine Aus­sage über die Insulin­resistenz erlaubt, bevor es zur Entwick­lung eines Typ-2 Diabetes mellitus kommt.

Insulin supprimiert zusätzlich die hepati­sche SHBG-Synthese, was zu entspre­chenden Zyk­lusstörungen bei Frauen füh­ren kann.

       Insulin (nüchtern, µU/ml) x Blutzucker (nüchtern, mg/dl)

HOMA-Index = ______________________________________________

                                                                                 405

Interpretation

≤1 normal

>2             Hinweis auf eine Insulinresistenz

>2,5         Insulinresistenz sehr wahrscheinlich

>5,0         Werte bei Typ 2-Diabetikern


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


Suche