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Lexikon zum Laborbefund

HLP Typ 2b (gemischte Hyperlipidämie)

Typ 2b, auch als gemischte Hyperlipidämie be­zeichnet, kennzeichnet neben erhöhten Gesamt­cholesterin-, LDL- und Triglycerid­werten zusätz­lich ein erhöhtes VLDL-Cholesterin. HDL-Cho­lesterin ist meist ver­mindert. In der Lipo­proteinelektropho­rese sind die beta- und prä-beta-Banden betont, die alpha-Bande zu sehen. Das Nüchternserum ist leicht trüb. Es finden sich ebenfalls knotenför­mi­ge, tendinöse Xanthome.

HLP Typ 2a oder 2b beruhen auf einem häu­fi­gen, autosomal dominant vererbten Defekt des LDL-Re­zeptors infolge einer Mutation des Re­zeptor­gens auf Chromosom 19; LDL wird nicht bzw. oder nur in geringem Maß in die Leber auf­ge­nommen. Es kommt zu einer verstärkten VLDL-Apo-B-Synthese in Kombi­na­ti­on mit ei­ner gesteigerten Triglycrid-Produktion in der Leber. Patienten mit HLP Typ 2a oder 2b kön­nen schon im Kindesalter an Arterio­sklerose und Durchblutungs­störun­gen erkranken. HPL Typ 2 ist eine der häufig­sten (Häufigkeit 1:300) ange­borenen Stoff­wechselerkrankungen. Das KHK-Ri­siko ist gesteigert.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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