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Lexikon zum Laborbefund

Triglyceride

Triglyceride können mit der Nahrung auf­genom­men oder vom Körper selber syn­theti­siert wer­den. Wie Cholesterin gehören die Triglyceride in die Gruppe der Nah­rungsfette. Sie dienen haupt­sächlich als Energiereserve des Organismus und be­stehen aus einem Gly­zerinmolekül, das mit drei langen Fett­säu­ren verbunden ist. Sie werden im Darm durch Li­pase gespal­ten, von den Darm­schleim­haut­zel­len auf­genommen und wieder zu­sam­menge­setzt. Die Chylomikronen führen als tri­glyce­ridreichste Lipoproteine nach einer fett­rei­chen Mahlzeit zur Trübung des Serums. Sie werden durch Einwirkung der Li­poproteinli­pa­sen („Klärfaktor") im Endothel der Kapillaren ab­gebaut.

Endogene Trigyceride werden in der Le­ber und den Mucosazellen im Fettgewebe aus freien Fett­säuren gebildet. Gebunden an Ei­weiße werden sie als Chylomikronen und als Bestandteil der Li­poproteine sehr niedriger Dichte (VLDL) im Blut transpor­tiert und gelan­gen so zu den ver­schiede­nen Organen. 

Erhöhte Triglyceridwerte finden sich bei ei­ner primären Hypertriglyzeridämie, bei Fett­sucht, Alkoholmissbrauch und bei zu­cker­reicher Er­näh­rung, bei Therapie mit ß-Blo­ckern, Nieren­funkti­onsstörungen,  akuten Entzündungen der Bauch­speichel­drüse, Cortisol und einigen Diu­retika, bei Grunder­krankungen wie Diabetes, systemi­schem Lupus erythematodes und Glyco­gen-Spei­cherkrankheiten.

Prognostische Richtwerte:

Triglyceride < 200 mg/dl

Bestimmungsmethode Triglyceride:

Enzymatische Triglyceridspaltung, Extink­ti­ons­messung


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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