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Lexikon zum Laborbefund

Metabolisches Syndrom

1. Stammbetonte Adipositas 2. Dyslipoproteinämie (Triglyceride↑, HDL-Chol.↓) 3. essentielle Hypertonie 4. Glukosetoleranzstörung bzw. Diabetes melli­tus Typ 2

Die verringerte Aktivität der peripheren Li­poproteinlipase, sowie die hypertrophier­ten ent­differenzierten Adipozyten im ab­dominellen Fettgewebe führen zur Akku­mulation triglyce­ridreicher Lipoproteine im Serum. Dies führt zur vermehrten Auf­nahme von Fettsäuren in extra-adipozy­täre Organe, vor allem Muskel, Leber und Pankreas. Dies wiederum führt vermutlich zur Insulinresistenz, einem wesentlichen Patho­mechanismus in der Entstehung des metaboli­schen Syndroms. Daher ist nach­vollziehbar, dass eine Reduktion der Fettmasse die metabolische Kapazität der Adipozyten verbessert. Sportliche Betäti­gung erhöht die Aktivität der peripheren Lipoproteinlipase (LPL) und der Lecithin-Cho­lesterin-Acyl-Transferase (LCAT), dies führt zu reduzierten Triglycerid- und er­höhten HDL-Spie­geln.

Die Hyperinsulinämie erhöht das Hunger­gefühl und verstärkt die Adipositas. Gleich­zeitig erfolgt eine weitere Down-Re­gulation der Insulin-Re­zeptoren.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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