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Lexikon zum Laborbefund

Calcium

Calcium liegt als Kation im Blut in etwa zur Hälf­te an Eiweiß gebunden und zur ande­ren Hälf­te in  ionisierter Form vor. Das io­nisierte Calcium ist pH-abhängig; es steigt bei Azidose und ist bei Alkalose vermin­dert (Hyperventila­tion). Die Resorption des Calciums erfolgt im Dünn­darm und wird durch Vitamin D gefördert, durch Calcito­nin und Glucocorticoide gehemmt. Die Aussscheidung erfolgt über die Nieren. Zähne und Knochen enthalten Calcium in be­sonderem Maße. In der Zelle ist die Kalzium­konzentration sehr niedrig, da­durch besteht ein deutlicher intra/extrazellulärer Gradient.

Calcium spielt eine wesentliche Bedeu­tung in der Übertragung der Nervenim­pulse, in der Blutgerinnung und hat ent­zündungshemmende und antiallergische Effekte.

Erhöhte Werte sieht man insbesondere  bei pri­märem Hyperparathyreoidismus, Hyperthyreose, M. Addison, Sarkoidose etc.

Verminderte Werte finden sich insbeson­dere bei Hy­poparathyreoidismus, Vitamin D-Mangel, Mal­­­absorption, chronischer Nie­reninsuffizienz, nephrotischem Syn­drom, Leberzirrhose, Hypoal­buminämie, akuter Pankreatitis, Alkoholismus etc.

Normbereich: Erw. 2,0 - 2,6 mmol/l, Kinder 1,8 - 2,8 mmol/l

Die Bestimmung erfolgt über Atomabsorp­tion (Re­ferenzmethode), Flammenphoto­metrie oder Photometrie (Routineme­thode).

Zur Bestimmung des Calciumstoffwech­sels kann zusätzlich das ionisierte Cal­cium verwendet wer­den, insbesondere bei Veränderungen des Ge­samtprotein oder einer Dysproteinämie.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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