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Lexikon zum Laborbefund

Vitamin D (1,25-Dihydroxycholecalciferol)

Vitamin D zählt zu den fettlöslichen Vita­minen und ist die Vorstufe einiger für den Calcium-Stoffwechsel relevanter Hor­mone. Bei ausrei­chender Zufuhr von UV-Licht kann der Körper es selbst über die endogene Biosynthese aus Cholesterin herstellen, alternativ muss Vitamin D mit der Nahrung aufgenommen werden. Da­her kann in den Wintermonaten eher ein Vitamin D-Mangel auftreten. Hochkonzent­riert findet sich Vitamin D insbesondere im Leberfett von Mee­resfischen. Im Blut an Eiweiß gebunden wird es in der Leber zu Calcidiol (25-Hydroxy-Vitamin D) umge­wandelt.  In der Niere findet eine Hy­dro­­xy­­lierung des Calcidiols zum erheblich wirk­sameren Calcitriol (1,25-Dihydroxy-Vita­min D) statt. Vitamin D bewirkt eine ver­mehrte Resorp­tion von Calcium im Darm sowie eine ge­stei­gerte Mineralisierung des Kno­chens und spielt so eine entscheidende Rolle bei Knochen- und Zahnaufbau.

Mit der Be­stimmung von Calcitriol kann nicht nur die Cal­ciumhomöostase über­prüft, sondern auch die Aktivität der 1-al­pha-Hydroxylase in der Niere kontrolliert werden.

Indikation zur Bestimmung von Calcitriol und Calcidiol ist der Ver­dacht auf einen Vitamin D-Mangel durch verminderte in­testinale Vitamin D-Absorp­tion oder vermin­derte UV-Licht Expo­sition.

Normbereich: Erwachsene 16 - 43 pg/ml


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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