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Lexikon zum Laborbefund

25(OH)Vitamin D3

25(OH)Vitamin D3 ist eine Speicherform des Vitamin D. Sie ist notwendig, um die großen Spitzen und Pausen der hauptsäch­lichen Vita­min-D-Versorgung durch das Licht kom­pen­sieren zu können. Die gemessene Konzentration an Calcidiol spie­gelt die Zufuhr von Vitamin D mit der Nahrung und  Bildung in der Haut wie­der. Die mittel- bis län­gerfristige Vitamin-D-Ver­sorgung ei­nes Orga­nismus lässt sich daher am besten über den Blutspiegel des Vitamin D(25-OH) bestimmen.

Risikogruppen für einen Vitamin D–Mangel sind Menschen, die sich wenig im Freien aufhalten, Menschen mit dunklem Teint, Erwachsene älter als 50 Jahre, Menschen, die im Winter in nördlichen Breitengraden (z.B. Deutschland) le­ben, Patienten mit starkem Übergewicht, Pa­tienten mit einem erhöhte Verlust von Vitamin D wie z. B. beim nephrotischen Syndrom sowie Patienten mit einer Störung der Verwertung von Nahrungsfetten wie z. B. bei Pankreatitis, Zölia­kie und Darmresektion.

Knochenstoffwechsel und Vitamin D-Mangel

Vitamin D fördert die Aufnahme von Calzium im Darm und hemmt die Ausscheidung von Calzium über die Niere. Chroni­scher Vitamin D-Mangel führt bei Kindern zu Rachitis und bei Erwachsenen zu Osteomalazie, Osteoporose Muskelschwäche und Hypocalcämie.

Autoimmunerkrankungen und Vitamin D-Mangel

Säuglinge und Kleinkinder mit einem un­zu­rei­chenden Vitamin D-Spiegel können ein er­höhtes Risiko für Krebs- und Autoim­munerkrankungen haben.

Tumorerkrankungen und Vitamin D-Mangel

Vitamin D-Mangel wurde als Risikofaktor für eine Reihe von malignen Tumoren erkannt. Zahlreiche Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Vitamin D-Mangel und Erkrankun­gen an Darm-, Uterus-, Haut-, Pankreas- und Pros­tatakarzi­nomen.

Bei Patienten mit niedrigem Vitamin D-Spiegel treten diese Karzinome häufiger auf als bei Personen mit ausreichender Versorgung.

Herz-Kreislauferkrankungen und Vitamin D

In großen Studien wurde nachgewiesen, dass ausreichende Vitamin D-Spiegel das Risiko für Hypertonus, kardiologische Erkrankungen und Schlaganfall senken können.

Normbereich: Erwachsene 30 - 100 µg/l


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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