Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

TRAP (Tartrat-resistente saure Phosphatase)

Die TRAP ist die Osteoklasten-spezifische  saure Phosphatase und wird nicht nen­nenswert durch glomeruläre Filtration eli­miniert. Es bietet sich daher an, bei Pati­enten mit eingeschränkter Nie­renfunktion TRAP als Marker für Kno­chenab­bau und die BAP (Ostase) als Mar­ker für Knochen­an­bau zu verwenden. Der immunologi­sche Nach­weis für die TRAP zeigt - ähn­lich wie der immunologische Nachweis für  die BAP - hö­here Werte bei Kindern als bei Erwachsenen, ferner wer­den höhere Werte bei Frauen nach der Menopause gefunden im Vergleich zu prä­meno­pau­salen Frauen. Postmenopau­sale Frauen ohne Hormonsubstitution lie­gen höher als solche mit Östrogensubstitution.

Normbereich: 2,5 bis 4,5 U/l

Cartilage Oligomeric Matrix Protein (COMP)

Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) können trotz niedriger Werten der klassischen Entzündungsparameter CRP und BSG erhebliche Gelenkschäden entwickeln, wohingegen andere Patienten mit hohen Entzündungswerten nur eine geringe Gelenkzerstörung aufweisen. Mit­tler­weile wurden verschiedene Matrix-Ma­kro­mole­küle identifiziert, die bei einer Gelenk­destruktion über die Synovialflüssigkeit ins Blut abgegeben werden und damit Hinweise über den aktuellen Zu­stand der Gelenk-Knorpel geben.

Cartilage Oligomeric Matrix Protein (COMP) ist ein Bruchstück des intakten Knorpel-Matrix-Proteins, das dem Aufbau des Gelenksknorpels, der Formation von Kollagen II und der Sta­bi­li­sierung der Kollagen-Matrix dient. Bei Ge­lenks­erkrankungen mit erhöhtem Abbau von Knorpel­substanz gelangen Bruchstücke aus den Gelen­ken ins Serum und erhöhen so dort die Kon­zen­trati­on von COMP. Somit erlaubt die Be­stim­mung von COMP die Identifizierung beson­ders aggressiver Krankheitsverläufe sowie der Thera­pie­überwachung mit entzündungs­hem­menden Me­di­kamenten bei der RA. Dabei lassen sich Patienten mit geringer Variabilität der COMP-Werte von solchen mit hoher Schwankungsbreite der COMP-Werte unter­scheiden.

Normbereich: bis 15 U/l


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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