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Lexikon zum Laborbefund

Fructoseintoleranz

Die Fructoseintoleranz beruht entweder auf De­fekten des Enzyms Aldolase (Heriditäre Fructo­seintoleranz, HFI) oder auf der fehlenden Akti­vität des Transportproteins GLUT-5 (Fructose-Malabsorption, bis zu 30 % der Erwachsenen). Die HFI-Erkran­kung beginnt im Säuglings­alter; es kommt es zu Symptomen ähnlich dem "irri­tablen Colon" mit Schmerzen, Erbrechen und  ausgeprägten Malnutrition bei Zufuhr von Fruktose oder Sukrose mit der Nahrung.

Diagnostisch sollte vor der Durchführung eines oralen Fructosebelastungstest (s. Funktionsteste) zum Ausschluss einer Fructosemalabsorption (klinische Zeichen sind  leichtere Schmerzen, Durchfall und Meteorismus) eine hereditäre Fructoseintoleranz ausge­schlossen werden. Die Therapie besteht bei beiden Erkrankungen in ei­ner stren­gen, fruktose­armen Diät.

Nähere Einzelheiten finden sich im molekular­geneti­schen Teil.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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