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Lexikon zum Laborbefund

Porphyrine im Urin

Eine erhöhte Ausscheidung der Gesamtporphy­rine findet sich bei allen primären und sekundä­ren Porphyrien und ist daher als Eingangsunter­suchung zu empfehlen; die Quantifizierung der unterschiedli­chen Metaboliten erlaubt eine wei­tere Differen­zierung der Erkrankung.

Weitere Erkrankungen mit erhöhter Ausschei­dung der Gesamtporphy­rine finden sich bei Bleiintoxikationen sowie sekundären Kopro­por­phyrinurien (bei Leberzirrhose, Fettleber, chronischen Hepatopathien, Alkoholabusus, Arzneimittel, Störungen der Erythropoese und Eisenstoffwechsels, hämolytische Anämien, he­patozelluläre Bilirubintransportstörungen (Du­bin-Johnson-Syndrom, Rotor-Syndrom, Pank­rea­ti­tis, Hyperlipoproteinämien, abdomi­nelle Tu­mo­re, Benzol, hepatotoxische Chemi­kalien).

Un­ter­schie­de der Verteilung von Uro-, Hepta- und Kopro­porphyrinen im 24 Stunden-Urin er­lau­ben eine Einteilung der chronisch he­pati­schen Porphy­rien.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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