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Lexikon zum Laborbefund

Transferrin-Rezeptor

Der Transferrin-Rezeptor spielt eine ent­schei­dende Rolle im Eisenmetabolismus, da durch ihn der Transport von Transferrin – gebundenem Ei­sen in die Körperzellen kontrolliert wird. Neben dem zellgebunde­nen Transferrin-Rezeptor exis­tiert auch eine lösliche Form. Die Menge an lösli­chem Rezeptor (normal zwischen 2 und 5 µg/ml) ist streng korreliert mit der Ge­samt­menge an zellulären Rezeptormole­külen.

Mit dem löslichen Transferrinrezeptor (sTfR) ist ein neuer Parameter vorhanden, der den Status des Bedarfs an Gewebeei­sen sehr gut reflektiert. Ein Anstieg des Transferrin-Rezeptors ist propor­tional ei­ner Verarmung der Erythropoese mit Ei­sen. Zwei prinzipiell völlig unterschiedli­che Mechanismen können zu einer Erhöhung führen; wenn die roten Vorstufen zu wenig Eisen bekommen (Eisenmangel), bilden sie an ihrer Oberfläche besonders viele Transferrin-Rezepto­ren aus, um so viel Eisen wie möglich einzufan­gen. Bei hä­molytischen Anämien werden mög­lichst schnell und viele Erythrozyten nachgebil­det, sTfR im Serum wird ebenfalls stark erhöht sein.

Normbereich:  Frauen 1,9 bis 4,4 µg/ml

Männer 2,2 bis 5,0 µg/ml.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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