Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Prozentsatz hypochromer Erythrozyten

Als hypochrome Erythrozyten gelten sol­che, de­ren Hämoglobingehalt unter 28 pg liegt. Das Auf­treten von hypochromen Erythrozyten im pe­ripheren Blut gilt als sensitiver Parameter für das Vorliegen ei­ner eisendefizitären Erythropoese. Der Pro­zentsatz dieser hypochromen Erythro­zy­tensubpopulation, die mittels speziellen häma­tologischen Geräten ermittelt werden kann, er­möglicht also – anders als bei den indirekten Pa­rametern Ferritin, löslichem Transferrinrezeptor und Transferrinsätti­gung – eine direkte quantita­tive Abschät­zung, ob eine adäquate Eisenversor­gung des Patienten vorliegt und ist in seiner Aus­sage der des HbA1c bei der Einschät­zung einer Glukosebelastung vergleich­bar.

Gewöhnlich fin­den sich in der Zirkula­tion weniger als 2.5 % dieser hypochro­men Ery­throzyten, Werte über 10 % zei­gen mit hoher Sen­­si­tivität eine eisendefi­zitäre Erythropoese an. Bei lang­anhal­ten­der eisendefizitärer Blutbildung unter Erythropoetin (EPO)-Therapie kann es zu einem Anstieg dieser Hypochromen auf mehr als 50 % kommen.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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