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Lexikon zum Laborbefund

Kalium

Kalium ist das wichtigste Kation im Zellinne­ren und kommt außerhalb der Zellen nur in sehr nied­rigen Konzentratio­nen vor; sein Transport in die Zellen wird durch die in den Zellmembranen befindli­che  Natrium-Kalium-Pumpe aufrechter­halten. Wichtigste Funktion ist die Auf­rechter­haltung sämtlicher elektrischer Im­pulse im Rahmen der Reizleitung in Mus­keln, Nerven und Organen, hier insbeson­dere im Herzen. Deutli­che Ver­änderungen der Kaliumwerte, beispiels­weise durch Nierenversagen (Hyperkaliä­mie) oder Durchfall (Hypokaliämie), sind akut le­bensbedrohend und können zum Herz­stillstand führen.

Verminderte Werte finden sich insbeson­dere bei schwerem Durchfall und Erbre­chen, bei M. Cu­shing und beim übermäßi­gen Gebrauch von Ab­führmitteln.

Erhöhte Werte können im Rahmen einer schwe­ren Nierenfunktionsstörung, bei M. Addison oder Hypoaldosteronismus auf­treten.

Präanalytisch bedingte, falsch hohe Kali­umwerte ergeben sich bei der Blutab­nahme durch zu lange Stauung mit daraus resultierender Hämo­lyse. Ein ähnlicher Ef­fekt ergibt sich, wenn die Gewinnung des Serums durch Zentrifugation des Vollblu­tes länger als eine Stunde nach der Blut­abnahme erfolgt.

Normbereich: 3,5 bis 5,1 mmol/l


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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