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Lexikon zum Laborbefund

Natrium

Natrium findet sich als wichtigstes Kation zum größten Teil im Extrazellulärraum. Es ist dort weitaus höher konzentriert als an­dere Kationen wie Kalium oder Calzium. Diese Kon­zen­trations­unterschiede der Kati­onen sind für die Signalübermittlung inner­halb der Zell­verbände von Bedeu­tung

Eine wichtige Funktion des Natriums be­steht in der Konstanthaltung der Osmola­lität der extrazel­lulären Flüssigkeit. Nat­rium- und Wasser­haushalt sind eng ver­bunden. Hohe Nat­rium-Konzentrationen im Blut bzw. im Extrazel­lulärraum führen zu einer Hyperhydration mit der möglichen Folge einer Hypertonie. Bei Flüs­sigkeits­verlust durch starkes Schwitzen steigt re­lativ der Natriumgehalt im Serum. Bei Erbre­chen kann es durch den Verlust von Wasser und Natrium zu niedrigen Natri­umwerten kommen.

Erhöhte Natriumwerte finden sich bei Fie­ber, Schwitzen, verminderter Wasserzu­fuhr oder Flüssigkeitsverlust über die Niere , Po­lyurie bei Mangel an ADH ( Dia­betes insipi­dus),  primä­rem oder sekundä­rem Hyperal­dosteronismus, Glukokorti­koidtherapie und einigen Diuretika. Ver­minderte Natrium­werte treten auf bei In­fek­tionserkrankungen mit Erbrechen oder schwerem Durchfall, AGS mit Salzverlus­ten über die Niere, Ne­bennie­renrindenin­suffizienz, Verbren­nun­gen, Hy­poaldoste­ronismus und Medika­men­tenne­benwir­kungen. Die Messung er­folgt über io­nen­selektive Elektroden oder Flammenpho­to­metrie.

Normbereich: 135 bis 150 mmol/l


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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