Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Technik der venösen Blut­entnahme

Vene im Bereich der oberflächlichen Ve­nen der Ellenbeuge, des Unterarms oder des Handrü­ckens suchen; ein Öffnen und Schließen der Hand ist nicht sinnvoll, da es hierdurch zu einem Kaliumanstieg kom­men kann. Der Stauschlauch sollte etwa 10 cm über der beabsichtigten Punk­tionsstelle angelegt werden. Der Puls sollte fühl­bar sein und es sollte nicht län­ger als maximal eine Minute gestaut wer­den. Nach Festlegung der Entnahmestelle Entstauen und Desinfektion (70 % Isopro­panol, 70-80 % Äthanol) der Ent­nah­me­stelle. Erst dann erneut Staubinde anle­gen. Schutzhülle der Kanüle entfernen und mit nach oben gerichteter Schliffseite der Kanüle in die Vene stechen. Stichwin­kel flach wählen, damit die Vene nicht durchstochen wird.

Beim Vacutainersystem läuft das Blut durch den im Röhrchen befindlichen Un­terdruck direkt ins Röhrchen, bei allen an­de­ren Systemen wird die­ser Unterdruck durch Zu­rückziehen des Kolbens erzeugt. Mit Kolben nur so viel Unterdruck er­zeu­gen, dass das Blut frei ausläuft. Sobald er­kennbar Blut in das Abnahmeröhrchen fließt, kann wie­der ent­staut werden.

Nach Füllung aller gewünschten Röhrchen wird ein Tupfer auf die Einstichstelle ge­legt. Die Ka­nüle wird schnell herausgezo­gen und ein Tupfer fest auf die Einstich­stelle gepresst. Nach ca. 5 Minuten kann der Tupfer dann mit Leukoplast fixiert werden.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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