Lexikon zu Ihrem Laborbefund

Mit onlinebefunde können Laboraufträge jetzt einfach und schnell elektronisch erfasst werden – das System spart Ihnen Zeit und Ressourcen.

Lexikon zum Laborbefund

Ammoniak

Ammoniak ist ein Endprodukte des Protein­stoff­wechsels und entsteht im Zell­stoffwechsel beim Abbau von Aminosäu­ren und anderen stickstoff­haltigen Metabo­liten. Es wird in der Leber meta­boli­siert und erscheint daher erhöht bei schweren Leberschäden mit reduzier­ter Entgiftungskapa­zität. Hohe Ammoniak­spiegel im Blut können eine Encephalo­pathie bedingen, die Höhe des Am­mo­niak-Spiegels korreliert jedoch nur be­dingt mit dem Schweregrad der Encephalo­pathie. Indikationen sind eine dekompensierte Le­berzir­rhose, akutes Leberversagen oder ein  Porto-Ca­valer Shunt. Ammoniak sollte im EDTA-Blut spätestens zwei Stunden nach Blutentnahme be­stimmt werden. Bei längerem Transport oder Lagerung muss EDTA-Plasma gefroren werden.

Normbereich:

Mann bis 94 µg/dl, Frau bis 82 µg/dl


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


Suche