Lexikon zu Ihrem Laborbefund

Mit onlinebefunde können Laboraufträge jetzt einfach und schnell elektronisch erfasst werden – das System spart Ihnen Zeit und Ressourcen.

Lexikon zum Laborbefund

Gallensäuren

Gallensäuren werden in der Leber aus Cholesterin synthetisiert. In der Gallenblase werden die Gallensäuren neben Cholesterin, Bilirubin, Phospholipiden und anderen End­abbauprodukten der Leber gespeichert und als Gallensalze in das Duodenum sezerniert. Dort helfen sie bei der Aufnahme von Fetten und fettlöslichen Vitaminen. Nach Auflösung der Konjugate wieder zu Gallensäuren werden diese im Ileum rückresorbiert und gelangen dann über die Pfortader zur Leber.

Dieser so genannte enterohepatische Kreislauf der Gallensäuren wird bei entzündlichen Erkrankungen des Darms, wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, gestört, wenn die Gallen­säuren  im Ileum nicht mehr in ausreichendem Maße für den Körper zurückgewonnen werden können und über den Stuhl verloren gehen.

Erhöhte Werte finden sich bei akuter oder chronischer Hepatitis, Leberzirrhose oder Leber­zellkarzinom, stark erniedrigte Werte deuten auf ein Gallensäure-Verlust-Syndrom mit Durchfall und Fettstühlen hin.

Normbereich: bis 8 µmol/l


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


Suche