Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Reihenfolge der Material­gewinnung

Vor der Blutentnahme wer­den die benö­tigten Röhr­chen in eine festgelegte Rei­henfolge ge­stellt. Na­tivröhr­chen soll­ten immer vor Röhrchen mit Zu­sätzen verwendet werden.

Um der Gefahr von Verschleppung der ge­rin­nungs­hem­menden oder gerinnungsverstärkenden Zu­sätzen in den Röhr­chen entgegenzuwirken, werden die Blutabnahme-Röhrchen bei Blut­abnahme beim gleichen Patienten in fester Reihenfolge eingesetzt.

1. Blutkulturen, 2. Citrat-Röhrchen (Gerinnung), 3. Serum-Röhrchen ohne und mit Gerinnungs­ak­tivator,  4. Heparin-Röhr­chen,  5. EDTA-Röhr­chen (Hämatologie),  6. Röhrchen mit Stabilisa­to­­ren (Glykolyse-Inhibitoren).

Bei der Entnahme von mehreren Blutpro­ben sol­lte das Gerin­nungsröhr­chen nicht das erste sein. Durch die Nadel kön­nen sonst zu Be­ginn geringe Mengen Gewe­bethromboplastin in das Röhrchen gelangen und die Gerinnung be­reits dort in vitro aktivieren.

Bereits geringe Kontaminationen der Pro­ben kön­nen bei PCR-Untersuchungen schon zu falsch positiven Untersuchungs­ergebnissen füh­ren. Daher sollten bei der Blutabnahme grund­sätzlich frische Hand­schuhe getragen werden. Bei Blutabnah­men an mehreren Patienten in Folge wer­den die Handschuhe jeweils gewech­selt.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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