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Lexikon zum Laborbefund

CDT

Transferrin, das Transportprotein des Ei­sens, wird zum größten Teil in der Leber, in geringem Maße auch in Knochenmark, Milz und Lymph­knoten synthetisiert. Es wird zu den ß-Globuli­nen gerechnet und hat ein Molekulargewicht von ca. 80.000 Dalton.

Carbohydrate-Deficient-Transferrine (CDT) sind Transferrinvarianten, bei de­nen bestimmte Koh­lenhydratketten fehlen. Der Prozentsatz solcher defekter Transfer­rinvarianten vom Gesamttrans­ferrin im Blut ist der sensitivste und spezi­fischste Pa­rameter für einen chronischen Alko­ho­labusus. Nach einem 14-tägigen regelmä­ßigen Alkoholkonsum von ca. 60 g Alkohol pro Tag, -das entspricht ca. 0,6 l. Wein pro Tag-, steigt der CDT-Gehalt im Blut. Erst etwa zwei Wochen nach Beendigung ei­ner solchen Trinkperiode fallen die CDT-Werte wieder in den Norm­be­reich.

Die Konzentration von CDT kann dagegen bis zu 40 Tagen nach dem letzten regel­mäßigen Al­koholgenuss erhöht bleiben. Somit steht mit dem CDT ein Parameter zur Verfügung, der bei Ver­dacht auf er­höhten Alkoholkonsum, zur Kon­trolle von Alkoholentzugstherapien sowie zur Abklä­rung einer unklar erhöhten Gamma-GT eingesetzt werden kann.

Erhöhte CDT-Werte finden sich in selte­nen Fäl­len bei primär biliärer Zirrhose, chronisch akti­ver Hepatitis, Eisenmangel und Schwanger­schaft.

Normbereich:

bis 1,3 % (mit Kapillarelektrophorese)


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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