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Lexikon zum Laborbefund

Jod

Die Jodbestimmung zur Beurteilung der Schilddrüsenfunktion wurde früher auf Grund methodischer Schwierigkeiten selten eingesetzt und wurde daher durch die Bestimmung der Schild­­drüsenhormone ersetzt.

Heutzutage ist man in der Lage, mittels mo­dernster Technologien dieses präzise im Serum zu bestimmen. Der über­wiegende Teil des Körperjods befindet sich in der Schilddrüse. Jod wird im Gastro­intestinal­trakt aufgenommen und gelangt über das Blut in die Schilddrüse. Die Ausscheidung erfolgt zu 90% über die Niere. Die empfohlene tägliche Zufuhr für Erwachsene beträgt 200 µg. Jodmangel ist in Deutschland die häufigste Ursache einer Struma.  Jod wird für die Synthese der Schilddrüsenhormone Trijod­thyronin (T3) und Thyroxin (T4) benötigt. Daher führt ein Jodmangel zu Hypothyreose mit kom­pensatorischen Schilddrüsenwachstum durch eine erhöhte Sekretion von TSH durch die Hypo­physe.

Erhöhte Jodspiegel entstehen durch gesteigerte Jodaufnahme mit der Nahrung, Einnahme jodhaltiger Medikamente oder bei Einnahme von Röntgenkontrastmittel.

Normbereich Serum: 46 - 70 µg/l


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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