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Lexikon zum Laborbefund

Magnesium

Magnesium hat viele Funktionen für den Körper und über­nimmt z.B. eine wichtige Rolle bei der oxidativen Phosphorylie­rung, etwa bei der Glykolyse und Zellatmung, und der Muskel­kon­traktion. Als Baustein von Knochen und Sehnen hat Magne­sium eine bedeutende Funktion an der Stabi­lität des Skeletts. Magnesiummangel ent­steht z.B. bei Rau­chern, bei ungenügender Nah­rungszufuhr (z.B. Alko­holismus), intesti­nalen Verlusten oder endokrino­logischen Stö­rungen (Schilddrüse, Dia­betes).

Ein Magnesiummangel kann sich unter an­derem durch Muskel­krämpfe in Folge neuromuskulärer Übererregbarkeit und in Herzrhythmusstörungen bemerkbar machen. Außerdem kön­nen nervöse Störungen wie Depressionen, Schwindelgefühl und Reizbarkeit, sowie Störungen des vegetativen Nervensys­tems auftreten. Bei Magnesiummangel ist die Serumuntersu­chung nur beim extremen Mangel aussagekräftig und sollte durch die sensiblere Vollblutuntersuchung ergänzt werden.

Bei Patienten mit kardialen Rhythmusstörungen und in der Sportme­dizin wird eine prophylakti­sche Magnesi­umgabe an­gewandt.

Eine Magnesiumintoxikation kann durch Ein­nahme magnesiumhaltiger Medikamente entste­hen. Eine Magnesiumvergiftung kann zur Läh­mung der Muskulatur führen.

Die Konzentration von Magnesium kann im Vollblut und Serum bestimmt werden.

Normbereich Serum: 0,70 - 1,10 mmol/l


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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