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Lexikon zum Laborbefund

Zink

Zink zählt zu den essentiellen Spurenelementen; es ist ein we­sentlicher Bestandteil in über 300 Enzymen, die am Kohlen­hydrat-, Protein-, Lipid- und Nukleinsäurestoffwechsel beteiligt sind und ist daher wichtig bei allen Entwicklungs-, Wachstums- und Regenerations­prozessen. Des weiteren kon­trolliert Zink die Integrität von Membran-, Nukleinsäure- und Protein­struktu­ren, reguliert die Freisetzung von Hormonen und aktivi­ert die zellvermittelte und humorale Immunantwort. Bei ei­ner Mangel­versorgung kann es zu entzündlichen Hautproble­men, Wund­heilungsstörungen, erhöh­ter Infektanfälligkeit oder Haarausfall kommen.

Funktionell ist Zink zudem durch eine akute und chronische antioxidative Wirkung gekenn­zeichnet. Die akute Wirkung be­steht auf der Stabilisierung von Sulfhydrylgruppen und dem Antagonismus zu Eisen und Kupfer, die an der Ent­stehung von freien Radikalen beteiligt sind. Die chronische Wirkung beruht auf der Induktion von antioxidativen Stoffen, die ra­dikalbildende Elemente binden.

Zinkmangel wird bei Absorptionsstörun­gen von Säuglingen und älteren Kindern beobachtet. Jede körperliche Beanspruchung induziert eine er­höhte Stoff­wechselleistung und damit zugleich einen er­höhten Zinkbedarf. Das gilt umso mehr, wenn durch kör­perli­che Aktivität über den Schweiß Zink dem Körper verloren geht, wie das bei Sportlern der Fall ist. Bei ihnen erhöht sich außerdem die Zinkausschei­dung mit dem Urin. Bei Leistungssportlern in Wettkampfsituationen, aber auch generell bei Menschen, die Ausdauer­sport betreiben, wird daher bei genauen Kon­trollen häufig ein Zink­mangel registriert.

Neben einer ausgewogenen Kost ist die zusätzli­che Zinkaufnahme bei all je­nen zu erwägen, die durchschnittlich 20 Stunden und mehr Sport pro Woche betreiben. Unter sol­chen Belastungen kann es zu einem Zinkmangel kommen, der mit einer normalen Ernährung nicht immer aus­zugleichen ist.

Eine Zinkintoxikation tritt bei entspre­chend ar­beitsplatzdisponierten (metallver­edelnden In­dustrie, Anstrichfarben, Akku­mulatoren, Batte­rien) Personen auf und kann zu einer unspezifi­schen Lungen- und Magen-Darm-Symptomatik führen.

Die Konzentration an Zink kann im Vollblut und Serum bestimmt werden.

Normbereich Serum: 70 - 150 µg/dl


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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