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Lexikon zum Laborbefund

Vitamin A

Vitamin A mit dem Hauptrepräsentanten Retinol zählt zu den fettlöslichen Vitami­nen. Es wird entweder direkt mit tierischer Nahrung zugeführt oder im Körper aus zugeführtem pflanzlichen Provitamin A gebildet. Im Körper wird es von seinem Speicherorgan, der Leber, mittels des Re­tinol Bindenden Proteins (RBP) zu seinen Ziel­zellen insbesondere in Haut-, Schleimhaut- und Bindehautzellen trans­portiert.

Vitamin A-Mangelzustände können sich in der­matologischen Erkrankungen, Haar­ausfall, brü­chigen Nägeln sowie Sehstö­rungen äußern. Selbstmedikation von Vi­tamin A kann zu Intoxi­kationen mit neuro­logischen Symptomen führen. In der Schwangerschaft ist eine erhöhte exo­gene Vitamin-A-Zufuhr durch Selbstmedi­kation be­sonders problematisch; terato­gene Schäden wer­den diskutiert.

Normbereich Erwachsene: 0.3-1.1 mg/l

Beta - Carotin    

Carotinoide, Provitamin A (ß-Caroten) sind in Pflanzen und haben sog. Provitamin­charakter, d. h. sie werden im menschli­chen Körper erst zu Vitamin A umgewan­delt. Zusätzlich besitzen sie antioxidative Eigenschaften und haben wahr­scheinlich als „Radikalenfänger“  eine protektive Wir­kung bei der Entstehung von Tumoren. To­xische Defekte einer erhöhten ß-Caro­ten-Selbstmedikation wurden bisher nicht festge­stellt, da die Umwandlung zu Retinol vom Kör­per reguliert wird. ß-Caroten kommt als  natürli­cher Farbstoff in vielen Gemüsesorten z.B. Möh­ren vorkommt und findet sich in sog. Selbstbräunern, die die Haut braun färben.

Normbereich: 150-1250 µg/l


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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