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Lexikon zum Laborbefund

Methylmalonsäure (MMA)

Methylmalonsäure  ist ein zusätzlicher Marker zur Diagnostik eines Vitamin-B12-Mangels. MMA wird in kleinsten Mengen im Rahmen des Eiweißmetabolismus gebildet. Dabei wirkt Vitamin B12 als Cofaktor bei der Umwandlung von Methylmalonyl-CoA zu Succinyl-CoA. Fehlt Vitamin B12 als Cofaktor,  kommt es zu ei­nem „Rückstau“ von Methylmalonyl-CoA, wel­­ches dann vermehrt in Blut und Urin zu nach­­­weisbarem MMA umgesetzt wird.

Im Urin gemessene Methylmalonsäure-Kon­zen­trationen sollten auf Kreatinin bezogen werden, womit auch Spontanurin zur Unter­suchung ver­wendet werden kann. Patienten mit einer ver­minderten glomerulären Filtrationsrate können un­abhängig vom Vitamin B12-Stoffwechsel er­höhte MMA-Serumwerte aufweisen.

Normbereich Serum: 9-32 µg/l

Normbereich Urin: < 3.7 mmol/mol Kreatinin


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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