Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

FT3, FT4

In der Schilddrüse werden die beiden Hor­mone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Tetra­jodthyronin) produziert. Die Konzentration von T4 (Normal: 5.1 – 14.1 mg/dl) ist über 25 mal höher als die von T3 (normal: 80 - 200 ng/dl). Während alles im Blut mess­bare T4 von der Schilddrüse sezer­niert wird, enstehen 80% des T3 aus T4 durch Dejo­dierung in der Peripherie. Zur Bildung bei­der Hormone benötigt die Schilddrüse Jod. Beide Hormone liegen in an Trans­portpro­teine (TBG und Präalbumin) ge­bundener, nicht aktiver Form und in freier Form im Körper vor.

T3 wirkt auf fast alle Stoffwechselprozesse sti­mulierend. Es erhöht den Energieum­satz und damit den Sauerstoffverbrauch, die Wärmeent­wicklung, es beschleunigt die Aufnahme von Kohlenhydraten und steigert die Neubildung von Glukose (Glu­koneoge­nese) sowie die Mobilisa­tion des Lebergly­kogens. Es beschleunigt die Frei­setzung körpereigener Fettbestände und den  Cho­lesterinumbau und fördert die Proteinsyn­these und das Skelett­wachstum. Die Wir­kung von T4 entspricht der von T3, ist aber we­niger intensiv. Be­stimmt werden sollten immer die freien Schilddrüsenhor­mone. Die Einnahme von Medikamenten (Ovulationshemmer, Anti­de­pres­siva), Schwanger­schaft,  Krankheit oder Fas­ten kann die Schilddrüsenhor­mone beeinflus­sen.

Normbereich FT3: 2,0 - 4,0 pg/ml

Normbereich FT4: 0,8 - 1,7 ng/dl


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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