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Lexikon zum Laborbefund

TSH

Die Freisetzung von TSH aus der Hypo­physe er­folgt durch das TRH (Thyreotro­pin Releasing Hormon). TSH animiert die Schilddrüse zur Frei­setzung der Schilddrü­senhormone T3 und T4. TSH wirkt direkt an der Schilddrüse. Zudem fördert TSH die Teilungsfrequenz der Schild­drüse, die sich daher bei andauernder TSH-Sti­mula­tion vergrößern kann.

Über eine negative Rückkopplung, vorwie­gend über die Hypophyse, verhindert der An­stieg der peripheren Schilddrüsenhor­mone einen weiteren Anstieg des TSH.

Der altersabhängige Normbereich für Er­wach­sene beträgt 0,3-4,5 mU/l.

Trotz nor­maler fT3- und fT4-Werte kann das TSH bei Einnahme von Schilddrüsenhormonen ver­mindert sein.

Ist die Achse Hypothalamus-Hypophyse-Schild­drüse intakt und das System in ei­nem Gleichge­wicht, dann besteht eine in­verse Beziehung zwi­schen der Konzentra­tion von TSH und FT4.

Eine Hypothyreose wird durch erniedrigte FT3- und/oder FT4-Werte im Blut diagnosti­ziert. Bei einer primären Hypothy­reose ist der TSH-Wert erhöht, bei einer sekundären Hypothyreose er­niedrigt.

Bei einer Hyperthyreose (Morbus Base­dow, Struma nodosa, Subakute Thyreoidi­tis) fin­det man erhöhte FT3- und/oder FT4-Werte, der TSH-Wert ist in der Regel vermindert.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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