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Lexikon zum Laborbefund

ßHCG

Plazentares Choriongonadotropin wird vom Trophoblasten produziert; es ist ein Glykopro­tein mit einem molekularen Ge­wicht von ca. 30.000 Dalton, welches die Rückbildung des Corpus luteum in der Frühschwangerschaft ver­hindert und die Östrogensynthese fördert.

Die Bestimmung im Serum ist der Bestimmung im Urin deutlich überlegen. Bei Störungen der Frühgravidität liefert die mehrmalige Bestim­mung von HCG (HCG-Profil) wichtige Hin­weise auf das Vorliegen ei­ner Intrauterin- bzw. ektopen Gravidität.

Bei einer ektopen Schwangerschaft liegt die HCG-Progression deutlich unter der Norm. Er­niedrigtes HCG tritt bei Patientinnen mit Extraute­ringravidität oder Abortus in­completus auf.

Entsprechend erhöhte Werte finden sich bei der Bla­senmole, bei Mehrlingsschwangerschaften und bei Tri­somien.

Als Tumormarker ist HCG/ß-HCG von Be­deu­tung, da humanes Choriongonodotro­pin sowohl von Ovarial-, Tumor-, Blasen, Pankreas-, Ma­gen-, Lungen- und Lebertu­moren sezerniert wird.

Normbereich: nicht schwangere Frau < 5,0 U/l Mann < 2,4 U/l


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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