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Lexikon zum Laborbefund

Triple Test

Eine routinemäßige Amniozentese zur Chromo­somenanalyse wird nach den Mutterschaftsricht­linien in der Regel in Abhängigkeit vom Alter der Eltern einge­setzt, insbesondere bei Frauen ab 35 Jahre. Ein hoher Prozentsatz der mongo­loiden Neugeborenen entgeht aber einer entsprechenden pränatalen Diagnostik, da die Mütter jünger als 35 Jahre sind. In ei­ner Reihe von Studien konnte gezeigt werden, dass nicht nur das steigende Le­bensalter der Mutter das Risiko für das Auftreten eines Down-Syndroms erhöht. In Kombination mit einem erniedrigtem AFP, erniedrigtem frei­em Östriol und erhöhtem HCG wird die prä­dik­tive Aussagekraft deut­lich erhöht.

Mit Hilfe einer EDV-gestützten Auswer­tung ist es möglich, eine Risikoeinschät­zung über die Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Down-Syndroms zu er­mitteln. Die individuellen Mess­werte wer­den zunächst zum Medianwert des je­wei­ligen Alterskollektivs in Beziehung gesetzt. Die sich daraus ergebenden MOM-Werte (Mul­tiple of the Mean) gehen mit unter­schiedlicher Gewichtung in das Auswerte­programm ein, so dass eine Wahrschein­lichkeitsberechnung auf der Basis von 4 Parametern (Alter, HCG, AFP, freies Östriol) erfolgen kann. Die Validität der Ri­sikoeinschätzung sollte durch eine ent­spre­chende kurzfristige Verlaufskontrolle untermau­ert werden.

Ziel der nichtinvasiven Pränataldiagnostik ist es, Schwangere, die einem erhöhten Risiko bezüg­lich eines Down-Syndroms unterliegen, der klä­renden Amniozentese mit Chromosomenanalyse zuzuführen und somit den Anteil der pränatal er­fassten Trisomien von derzeit etwa 20% (alleini­ges Altersrisiko) zu erhöhen.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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