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Lexikon zum Laborbefund

Dihydrotestosteron (DHT)

Dihydrotestosteron ist die biologisch wirksamste Form des wichtigsten männlichen Sexual­hormons Testosteron. Testosteron wird bei Männern in den Leydig-Zellen des Hodens gebildet. Frauen bilden nur sehr wenig Testos­teron, wobei es in den Eierstöcken sowie der Nebennierenrinde gebildet wird.

Die Kontrolle der Bildung von Testosteron erfolgt über das Hypophysenhormon LH (lu­teini­sierendes Hormon), das wiederum über das Zwischenhormon GnRH (Gonadotropin-Re­leasing-Hormon) gesteuert wird. GnRH wird ab der Pubertät bei Knaben bzw. Männern pulsatil freigesetzt. Die Steuerung der GnRH-Frei­setzung erfolgt wiederum durch das Keim­drüsenhormon im Sinne einer negativen Rück­kopplung (d.h. je mehr Testosteron in Umlauf ist, desto weniger GnRH wird vom Zwischen­hirn freigesetzt).

In peripheren Geweben (Prostata, Haut etc.) wird Testosteron zu Dihydrotestosteron umgewandelt, das biologisch aktiver ist und dementsprechend stärker wirkt.

Die biologischen Wirkungen von Dihydrotestos­teron entsprechen jenen von Testosteron. Testos­teron fördert

 * die normale Entwicklung (Pubertät) und Funktion der männlichen Geschlechtsorgane (Hodenwachstum und -funktion),

 * Stimmbruch und Entwicklung des männlichen Behaarungstyps,

 * das Muskel- und Knochenwachstum,

 * den Geschlechtstrieb u.v.m.

Der Blutspiegel von Testosteron ist starken tageszeitlichen Schwankungen unterworfen, wobei am Morgen die höchsten Werte vorliegen. Insgesamt nimmt die Testosteronbildung mit zunehmendem Lebensalter ab. Im Gegensatz zu Testosteron unterliegt Dihydrotestosteron keinen tageszeitlichen Schwankungen (der Blutspiegel entspricht etwa zehn Prozent des Gesamt-Testosteronspiegels).

Normbereich:

Frauen  bis 178 ng/l

Mann   94-476 ng/l


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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