Lexikon zu Ihrem Laborbefund

Mit onlinebefunde können Laboraufträge jetzt einfach und schnell elektronisch erfasst werden – das System spart Ihnen Zeit und Ressourcen.

Lexikon zum Laborbefund

Androstendion

Androstendion ist ein Steroidhormon und wird in geringen Mengen in der Nebennie­renrinde und den gonadalen Drüsen gebil­det. Seine physiolo­gische Wirkung ent­spricht etwa dem des Tes­tosteron, ist aber viel schwächer. Ausserdem ist Androsten­dion Vorläufer für die Östron und Testos­teronbildung bei der Frau bzw. Östrogen­bildung bei Männern.

Primäre klinische Bedeutung hat Androstendion bei der Diagnostik des Hir­sutismus. Erhöhte Androstendionspiegel kommen auch beim poly­zystischen Ovar, bei Tumoren der Nebennieren­rinde und der Gonaden oder im Falle einer konge­nitalen Nebennierenrindenhyperplasie vor. Der Androstendionspiegel zeigt einen deutlichen Tag-Nacht-Rhythmus. Die höchsten Serumwerte werden morgens, die niedrigsten am Nachmittag gemessen. Die Werte sind auch bei der Frau zyklus­abhängig. In der Phase der Ovulation kön­nen die Werte doppelt so hoch sein.

Normbereich:

Frau  0.24 - 2.68 ng/ml, Menopause bis 1.0 ng/ml Mann 0.57 - 2.65 ng/ml Kind bis 0.5 ng/ml


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


Suche