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Lexikon zum Laborbefund

DHEA-S

DHEA (Dehydroepiandrosteron) ist ein in der Ne­benniere gebildetes Steroidhormon. DHEA wirkt als Sexualhormon und kann in Testosteron, aber auch in  Östrogene um­gewandelt werden. DHEA und DHEA-S ha­ben im Stoffwechsel of­fensichtlich vielfäl­tige Wirkungen. DHEA-S wird in der Nebennierenrinde durch Sulfatierung von DHEA gebildet und beschleunigt den Auf­bau von körpereigenem Eiweiß. Seine Wir­kung beträgt ca. 10% von der des Testosterons. Die Produktion ist im Alter von Mitte Zwanzig am höchsten und fällt danach stetig ab. Wegen sei­ner Vorläufer­rolle u. a. für die Sexualhormone ver­mutet man in DHEA ein Puffer-Hormon, wel­­ches die Verfügbarkeit der Sexualhormone be­­einflusst. Erhöhte Werte finden sich bei Hir­sutismus und Virilismus, bei Nebennie­renrinden­tumor oder bei kongenitaler adrenaler Hyperpla­sie, verminderte Werte bei NNR-Insuffizienz. DHEA scheint je­doch zusätzlich Wirkungen im Immunsys­tem zu haben. Daher werden thera­peuti­sche Gaben im Rahmen des Anti-Agings diskutiert.

Normbereich:

Mann 100 - 300 µg/dl Frau    70 - 300 µg/dl postmenopausal 20 - 100 µg/dl


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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