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Lexikon zum Laborbefund

Tumormarker

Tumormarker sind Proteine mit geringer Konzent­ration im Plasma, die bei der Ent­stehung und dem Wachstum eines Carci­noms produziert werden, aber manchmal auch von normalen Zellen sezerniert wer­den können. Tumormarker werden entwe­der von den Tumorzellen selbst gebildet oder vom gesunden Gewebe als Reak­tion auf das Wachstum des Tumors. Ähnlich manchen Enzymen können einige Tu­mormarker Stoffwechselvorgänge im Kör­per beeinflussen. Bis auf wenige Aus­nahmen sind die meisten Tumormarker wegen ihrer mangelnden Sensiti­vität und Spezifität als Screeninguntersuchung noch kaum geeignet.

Wichtiger sind Tu­mormar­ker für die Kontrolle nach Be­handlung durch Operation oder Chemo­therapie oder für die sonstige Verlaufsbe­urtei­lung einer Krebserkran­kung. Dauer­haft vermin­derte Werte sprechen für eine vollständige Ent­fernung des Gewebes. Ein erneuter Anstieg eines Tumormarkers kann auf ein Rezidiv hinweisen.

 


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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