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Lexikon zum Laborbefund

Ovarialkarzinom

Das Ovarialkarzinom ist eine der häufigsten Tu­morerkrankun­gen von Frauen. Über 90 % der Ovarial­karzi­nome sind epithe­liale, meist seröse oder endometrioide Tumore. Symptomatisch wird das Ovarial­kar­zinom meist durch Raumfor­derungen im Bereich der Adnexe, die durch Ul­t­ra­schall­unter­suchungen und anderen bildgeben­den Verfahren verifiziert werden. Zur Diffe­ren­zierung der mehrheitlich benignen von malig­nen Raumfor­derungen wurde neben dem klini­schen Bild bislang die Be­stimmung des Tumormarkers CA125  herangezogen.

Humanes Epididymis-Protein 4 (HE4) ist in epi­thelialen Ova­ri­alkarzinomen stark, in norma­lem Eier­stockgewebe hingegen nur minimal ausgeprägt. Andere Typen von Eierstockkrebs, wie et­wa mu­zi­nöse Tumore, bei denen CA72-4 der empfohlene Marker ist, oder Keimzell­tumore, exprimie­ren HE4 nur selten. Diese un­ter­schiedlichen Protein­konzentrationen der Ge­we­be zeigen sich auch in deutlichen Differen­zen der Serumspiegel. Ein Anstieg der HE4-Kon­zentra­tion ist somit ein weiterer Mar­ker zur Überwa­chung von Patientinnen mit rezidi­vie­ren­dem bzw. fortschreitendem epi­thelialen Ovarial­karzi­nom. Auch bei anderen epithelialen Karzi­no­men, u.a. der Lunge oder Blase, sowie bei Nie­ren­­in­suf­fi­zienz kann der HE4-Wert erhöht sein.

Andere Typen von Eierstockkrebs, wie et­wa mu­zi­nöse oder Keimzelltumore, exprimie­ren HE4 nur selten.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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