Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Urine

Entnahmematerialien

Orientierender Bakteriennachweis mit Uri­cult. Für speziellere Fragestellungen er­lauben native Urine (10 ml/100 ml Schraubverschlussgefäße) eine differen­ziertere mikrobiologische Aussage über Leukozyten und Leitkeime bzw. deren Keimzahlen.

Mittelstrahlurin (ca. 10 ml), Katheterurin (ca. 10 ml; Einmalkatheter, Punktionsurin, suprapu­bischer Katheter, Dauerkatheter).

Die Entnahme über Dauerkatheter sollte zur Ver­meidung von Kontaminationen durch eine beste­hende Bakterienkolonisa­tion über einen frisch gelegten Dauerka­theter erfolgen!

Entnahmetechnik

Morgenurin ist am aussagekräftigsten. Zur Ver­meidung einer Kontamination sind die allgemei­nen Richtlinien zur Entnahme von Mittelstrahlu­rin unbedingt einzuhalten und dem Patienten zu erklären. Nach gründli­cher Händewaschung er­folgt

beim Mann: die Reinigung der Glans penis mit Tupfer und reinem Wasser;

bei der Frau: die Reinigung der Vulva mit feuchtem Tupfer von vorne nach hinten, zwei­malige Wiederholung mit jeweils fri­schem Tup­fer, Säuberung des Orifizium­bereichs mit vier­tem Tupfer.

Dann wird die mittlere Harnportion in ent­spre­chenden Gefäßen aufgefangen.

Bei Dauerkatheterträgern erfolgt die Ge­winnung des Urins durch Punktion einer sorgfältig desin­fizierten Stelle des proxi­malen Katheterteils, nicht aus dem Auf­fangbeutel!

Lagerung:

Auf Grund möglicher Keimanreicherung sollten die Materialien bis zum Transport unbedingt bei 4°C gekühlt werden.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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