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Lexikon zum Laborbefund

Harnstoff

Harnstoff wird überwiegend in der Leber aus Ammoniak und Bikarbonat gebildet und ist das Endprodukt des Eiweißstoff­wechsels beim Men­schen. Die Ausschei­dung erfolgt durch glome­ruläre Filtration als farb- und geruchloses, gut wasserlösli­ches Endprodukt über die Niere.

Die tägliche Ausscheidung beträgt indivi­duell unterschiedlich bis zu 35 g. Bei Fie­ber, Diabetes mellitus, Nebennierenüber­funktion oder auch ei­ner vermehrten Pro­teinzufuhr durch die Nahrung kommt es zu einer Steigerung der Harnstoffaus­schei­dung. Bei länger andauernden Hunger­pha­sen nimmt die Ausscheidung von Harnstoff dage­gen ab.

Der Nachweis erfolgt über die enzymati­sche Spaltung durch Urease in Ammoniak und Koh­lendioxid.

Normbereich: bis 50 mg/dl, erhöhte Werte bei verminderter Nierenfunktion


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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