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Lexikon zum Laborbefund

Proteine

In der Niere erfolgt die Filtration der Prote­ine an der glomerulären Basalmembran, anschließend er­folgt die tubuläre Rückre­sorption der kleinen Proteine. Erst eine Proteinurie über ca. 200 mg/ 24 Stunden (bezogen auf ein Urinvolumen von 1.5 Li­ter) ist klinisch relevant. Physiologisch ist eine Ausscheidung von ca. 3-40 mg Ei­weiß/Tag. Mit Hilfe von Teststreifen („Urinstatus“) kann ein orientierenden Proteinnachweis (Testprinzip Eiweißfehler der pH-Indikatoren) durchgeführt werden

Die Benzethoniumchlorid-Methode ist das klas­sische Verfahren zum quantitativen Nachweis von Gesamteiweiß. Kleinmole­kulare Proteine un­ter einem Molekularge­wicht  unter 30.000 Dalton werden von diesem Verfahren nicht komplett erfasst (Bence-Jones, Beta2-Mikroglo­bulin).

An einer Proteinurie beteiligt sind: Serum­ei­weiße, insbesondere Albumin und Transferrin, niereneigene Proteine und Proteine der ableiten­den Harnwege. Durch schwere körperliche An­strengung, Sport oder auch während einer Schwan­gerschaft kann es zu einer Protein- oder Albuminurie kommen, die keine klinische Be­deutung hat. Vorübergehend kann eine Proteinu­rie bei Fieber und persistierend bei Erkrankun­gen der Nieren auftreten. Bei akuten Tubulus­schäden finden sich erhöhte Werte von NAG.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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