Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Zellen

Auf Grund des schnellen Zerfalls der zel­lulä­ren Liquorbestandteile muss die Li­quorprobe schnellstmöglich untersucht wer­den (innerhalb von 2 Stunden!). Erhöhte Neutrophilenzahlen im Liquor ent­wi­ckeln sich rasch bei bakteriellen Menin­gitiden. Innerhalb weniger Stunden kön­nen  bis zu 20.000 Leukozyten /µl in den Liquorraum ein­wandern. Bei viralen Me­ningitiden findet man eher eine lympho­zytäre Reaktion mit deutlich geringeren Zellzahlen.

Man unterscheidet zwischen der mikros­kopi­schen Zählung in der Zählkammer und der durch­flusszytometrischen Zählung in modernen Zählcountern.

Die Fuchs-Rosenthal-Zähl­kam­mer unterscheidet sich von anderen Zählkammern durch ihren größeren Rauminhalt, der 3,2 ml Flüssigkeit aufnehmen kann.

Daher wurden die Liquorzellen früher in „Drittel-Zellen“ ange­geben. Die mikroskopische Zählung gilt nach wie vor als Referenzverfahren, da nur hier alle grundsätzlich im Liquor vorkommenden Zellen nachgewiesen werden.

Die durchflusszytometrische Zählung erlaubt eine schnellere Zählung und ist auch vom Ungeübten durchführbar, ein in großen Zentrallaboratorien wichtiger Vorteil. Jedoch werden im „normalen“ Liquor nicht vorkom­mende Zellen, z. B. Tumorzellen, mög­licher­weise nicht erfasst. Daher empfiehlt sich bei jedem Liquor die zusätzliche Anfertigung eines Liquorzytozentrifugenpräparates mit anschlie­ßen­der Färbung nach Pappenheim, das später beurteilt werden kann. Alternativ sollte ein Teil des Liquors, möglicherweise  durch Alkohol­zusatz stabilisiert, direkt in ein zyto­logisches Labor geschickt werden.

Normbereich: Leukozytenzahl < 4/µl,

Erythro­zyten nicht nachweisbar, Eosinophile Gra­nulo­zyten nicht nachweisbar

 

Weitere diagnostische Spezialparameter sind:

 


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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