Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Tau-Protein, Phos­pho-Tau Pro­­tein

Tau-Proteine regulieren als Bestandteile des Zytoplasmanetzwerkes deren Zusammenbau. Als Tauropathien werden neurodegenerative Erkran­kungen bezeichnet, bei denen es zum Zell­un­tergang und zu Aggregaten von Tauabla­gerungs­­produkten in Nervenzellen mit Freisetzung in die CSF kommt. Neben dem Geamt-Tau lässt sich auch das Threonin181-phophorylierte Tau (Phospho-Tau, pTau) bestimmen.

Erhöhte Konzentrationen von Gesamt-Tau-Pro­tein im Liquor werden beim M. Alz­heimer und neu­rodegenerativen Erkran­kungen anderer Ursa­che sowie entzündlichen Prozessen, z. B. bei M. Parkinson, der Creutzfeld-Jakob-Krankheit (CJK) und bei multipler Sklerose gefunden. Gleichzeitig er­höhte Werte von Phospho-Tau sind typisch für die Alzheimer-De­menz. Werte zwischen 450 und 800 pg/ml findet man beim M. Alzheimer, Wer­te bis 1300 pg/ml bei Varianten der Creutz­feld-Jakob-Krankheit, und Werte über 1300 pg/ml sind bei der Creutzfeld-Jakob-Krankheit beschrieben.

Normbereich Gesamt-Tau: 80-450 pg/ml


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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