Lexikon zu Ihrem Laborbefund

Mit onlinebefunde können Laboraufträge jetzt einfach und schnell elektronisch erfasst werden – das System spart Ihnen Zeit und Ressourcen.

Lexikon zum Laborbefund

Protein 14-3-3

Protein 14-3-3 gehört zu einer „Familie“ von sieben Proteinen und ist in die zelluläre Signaltransduktion eingebunden. Es wird im Zentralnervensys­tem und dort insbesondere in den Ner­venzellen nachge­wie­sen, wird aber auch in zahlreichen anderen Zel­­len, so z. B. den Erythrozyten ge­bildet. Bei neu­­rologischen Er­kran­kungen, die mit einer re­lativ raschen Ner­venzellschädi­gung einherge­hen wie z. B. über­tragbare spongiforme En­cephalo­pathien wie Creutz­feldt-Jakob-Erkran­kung, vi­ralen Encephalitiden, Insulten oder seltener M. Alzheimer kann 14-3-3 in den Li­quor­raum übertreten und dort nachgewiesen wer­den.

Es ist damit ein hoch­sensitiver, aber nicht krank­heitsspe­zifischer Mar­ker verschiedener Nerven­zellläsionen. Dem­zufolge kann auch ein Blu­tungsereignis im Zent­ralnervensystem wie eine Subarachnoidalblutung oder eine intraze­rebrale Massenblutung zu einem positiven 14-3-3-Be­fund führen. Auch können gering­fü­gige Kontaminationen der Liquorprobe mit Erythro­zyten ein falsch po­siti­ves Resultat hervorrufen. Den­noch ist die Analyse des 14-3-3- Proteins ein wert­voller Pa­rameter bei der Ein­stufung des Wahr­scheinlich­keits­grades einer Creutz­feldt-Ja­kob-Krankheit.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


Suche