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Lexikon zum Laborbefund

ß2-Transferrin

Die Untersuchung auf ß2-Transferrin  erfolgt durch elektrophoretische Auftrennung des frag­lichen Sekrets auf einem Agarosegel mit an­schließendem Blotting auf eine Nitrozellulose­membran (Western blotting).

ß2-Transferrin findet sich in Liquor, Amnion- und Synovialflüssigkeit, während ß1-Transferrin findet in Serum, Nasen- und Wundsekret, Speichel  und Tränenflüssigkeit vorkommt.

 

Zusatzuntersuchungen zur Liquoridentifizierung

Neben der Bestimmung von Beta-Trace-Protein oder ß2-Transferrin aus Sekreten kann als Inter­pretationshilfe zur Differenzierung zwischen Li­quor und anderen Sekreten zusätzlich die Be­stim­­mung von Glu­kose und Protein aus dem Sekret (Liquorglu­kose >50 mg/dl, Nasen­sekret­glucose <10 mg/dl und Liquorprotein ca. 40 mg/dl und Nasensek­ret­pro­tein ca. 300 mg/dl) er­wogen werden.

 

Schädel-Hirn-Trauma

S100, auch als Tumormarker beim Melanom ein­gesetzt, findet sich auch in den Gliazellen und kann nach einer Hirnschädigung (z. B. nach einem Apoplex oder einem Schädel-Hirn-Trau­ma (SHT)) über den Liquor cerebrospinalis ins Blut gelangen. Ein negativer Nachweis von S100 im Blut hat einen relativ hohen Voraus­sagewert, dass ein SHT innerhalb weniger Stun­den nach dem Unfall ausgeschlossen werden kann.

Ein Nachweis von S100 nach einem fraglichen SHT kann jedoch auch andere Ursachen (z. B. Frei­setzung aus Skelettmuskulatur) als eine Schä­digung des Gehirns haben und muss daher mit­tels bildgebender Verfahren bestätigt werden.Erhöhte S100-werte werden auch bei


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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