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Lexikon zum Laborbefund

Alpha-1-Antitrypsin

Al­pha-1-Antitrypsin wird physiologisch über­wie­gend in der Leber synthetisiert, in den Darm se­zerniert und dann mit den Faeces ausgeschie­den. Durch Schädigung der Darm­schleimhaut kommt es zu einem ver­mehrten Übertritt in das Darm­lumen; somit spiegelt Alpha-1-Antitrypsin den Entzün­dungszustand der Darmwand, ent­spre­chend dem Eiweiß­verlust über Wundflä­chen, im Darm wie­der. Hauptindikation für die Bestimmung von Alpha-1-Antitrypsin ist die Verlaufskon­trolle von Pati­enten mit M. Crohn oder Co­litis ul­cerosa, aber auch bei enteralen Eiweiß­ver­lus­ten anderer Genese wie dem Morbus Whipple, der nekrotisierenden Entero­kolitis und der Darmtuberkulose. Hohe Werte von Alpha-1-An­titrypsin im Stuhl weisen auf  eine weitere räumliche Ausdehnung der Erkran­kung hin. Als Verlaufskontrolle kann die Be­stimmung von Alpha-1-Antitrypsin die  Therapiesteu­erung erleichtern.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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