Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Dimaval-Test/ DMPS-Test

Messparameter:

Zink, Quecksilber

Indikation:

Durch den (intravenös oder oral) verab­reichten Chelatbildner DMPS (Dimer­capto-propansulfo­nat) werden im Körper gespeicherte Schwerme­talle, d.h. auch Quecksilber, Blei und Kupfer mo­bilisiert; aus der nachfolgenden Schwerme­tall-Ausscheidung im Urin lässt sich die Ganz­kör­perbelastung beurteilen.

Durchführung:

Bei Testbeginn sollte der Patient nüchtern sein. Dieser Spontanurin ist der Refe­renzwert vor DMPS (DimavalÒ). Eine zu­sätzliche Zinkbe­stimmung im Basalurin (vor DMPS) gibt Aus­kunft über einen evtl. Zinkmangel (Zink < 140 µg/g Kreatinin). Zink ist das endogene Antidot bei Belas­tung. Nach oraler Gabe von 10 mg DMPS/kg Körpergewicht und Trinken von 150 ml Wasser oder Tee werden 10 - 20 ml Sponta­nurin 120 Minuten später zur Untersuchung auf Quecksilber und Kupfer (evtl. Blei) benötigt.

Beurteilung:

Der nahrungsbedingten Grundbelastung entspre­chen hier etwa 2-5 µg Quecksil­ber/Tag. Kupfer­werte über 500 µg/g Kreati­nin und Quecksilber über 50 µg/g Kreatinin sprechen für eine Belas­tung durch Amalgam.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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