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Lexikon zum Laborbefund

Spurenelementbestimmungen

Atomspektroskopie

a) AAS  (Atomabsorption)

Bei der Atomabsorptionsspektrometrie emittiert eine Lichtquelle Licht verschiede­ner Wellenlän­gen mit einer bestimmten Intensität. Eine im Strahlengang befindli­che Atomisierungseinheit atomisiert die Bestandteile der zu untersuchen­den Probe in einzelne, anregbare Atome. Die Atomisierung erfolgt entweder durch eine Flamme mit Zerstäubung der zu analysierenden Lösung oder durch Erhitzen in einem Gra­phit­rohr.

Das Licht wird in der Atomwolke absor­biert und seine Intensität hinter der Atomi­sierungseinheit gemessen. Steigt die Konzentration des Analyten in der Probe, steigert sich die Schwächung des einge­strahlten Lichtes proportional. Mittels Ka­librierlösungen mit bekannten Konzen­trationen ist eine quantitative Erfassung möglich. Die Graphit­rohr-AAS dauert länger als die Flam­men-AAS und auch nicht für alle Elemente an­wend­bar, ist jedoch auch deutlich empfindlicher.

b) Optische Emmisionsspektroskopie oder Mas­senspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plas­ma (ICP-OES,  ICP-MS)

Als Anregungsquelle für das induktiv gekoppel­ten Plasma dient ein Argonplasma, der Tempe­raturen im Bereich von 10000 °C erreicht. Da­durch wird eine vollständige Atomisierung der Elemente in einer Probe erreicht.

Bei der  ICP-OES wird die Lichtemission mit einem Spektrometer aufgetrennt und auf einen De­­tektor focussiert. Grundsätzlich kann jede Wel­­­len­länge eingestellt und damit jedes Element einzeln erfasst werden. Die Empfindlichkeit ent­spricht in etwa der Flammen-AAS.

Bei der  ICP-MS werden die Ionen der Element­spezies  in einem Massenspektrometer nach ih­rem Masse/Ladungsverhältnis getrennt und an­schließend auf einem Detektor gezählt. Mit die­ser deutlich sensitiveren Technik wird die Multi­elelementfähigkeit der ICP-Technik mit der Empfindlichkeit der Gra­phitrohr-AAS kombi­niert.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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