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Lexikon zum Laborbefund

LH-RH-Test

Messparameter:

LH, FSH

Indikation:

Mann: Androgenmangel Hypogonadis­mus, Stö­rung der Spermatogenese

Frau: Amenorrhoe, Oligomenorrhoe

Differenzierung zwischen hypothalamisch und hypophysär bedingten Hypogonadis­musformen.

Durchführung:

1. Blutentnahme morgens nüchtern zwi­schen 8.00 und 9.00, dann Injektion von:

Mann 100 µg i.v. LH-RH (GnRH)â,

Frau     25 µg i.v. LH-RH (GnRH)â           

2. Blutentnahme nach 25 Min. (LH),

3. Blutentnahme nach 45 Min. (FSH)

Beurteilung:

LH- sowie FSH-Werte müssen alters-, ge­schlechts- pubertäts- und zyklusabhängig inter­pretiert werden.

Bei Erwachsenen ist ein Anstieg des  FSH auf das 1,4 bis 3fache des Ausgangs­werts, beim LH auf das 2 bis  5fache des Ausgangswerts normal.

Bei konstitutionellen Entwicklungsverzöge­run­gen sind LH- und  FSH-Anstiege nach­weisbar, bei hypogonadotropem Hypogo­nadismus nicht.

Bei einer zentral verursachten Pubertas praecox vera kommt es zum Anstieg von FSH und LH unter LHRH im Gegensatz zu einer Pseudopu­bertas praecox (kein FSH- und LH-Anstieg).

Bei bekannten erhöhten basalen Gona­dotropin­werten ist ein GnRH-Test entbehr­lich.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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