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Lexikon zum Laborbefund

Geschlecht, genetische Disposition

Geschlechts- und altersspezifische Norm­werte müssen bei der Festlegung der Normbereiche be­rücksichtigt werden. Na­türlicherweise haben Frauen und Män­nern unterschiedliche Konzen­t­ra­ti­onen der Ge­schlechtshormone (Östradiol, Testoste­ron etc.), jedoch finden sich geschlechts­spezi­fische Unterschiede auch bei zahlrei­chen an­deren Analyten.

Auf Grund der unterschiedlichen Muskel­masse liegen die Normbereiche der Krea­tinkinase (CK) und des Kreatinins bei Män­nern hö­her als bei Frauen. Wegen der höheren Erythro­zytenzahlen sind auch die Hämoglobin-Konzent­rationen bei Männern höher als bei Frauen.

Patienten mit der Blutgruppe Lewis (a/b) negativ können den Tumormarker CA 19-9 nicht bilden.

Personen mit Blutgruppe 0 besitzen eine ver­min­derte Aktivität des von Willebrand-Faktors als solche mit anderen Blutgrup­pen. Aktivitäten von nur 35 % der Norm (70-130 %) können bei die­sen Personen noch als normal gelten.

Genetische Hämoglobinsynthesestörun­gen kön­nen bei heterozygoten Patienten (z. B. Thalas­sämien) mit lebenslang ver­minderten Erythro­zy­te­nindizes (MCV, MCH) vergesell­schaftet sein. Der für die Langzeiteinstellung ei­nes Dia­beteser­krankten verwendete HbA1c-Wert ist fälschlich vermindert und muss durch die Be­stimmung von Frukto­samin ersetzt werden.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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