Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Elektrophoresen

siehe dort (nächstes Kapitel)

Radiale Immundiffusion (RID) für Proteine

Mancini- Prinzip: die in Agarose, einem Poly­saccharid vorgelegten Antikörper (z. B. gegen humanes IgG) präzipitieren im Äquivalenzbe­reich mit dem entsprechen­den Antigen (z. B. IgG). Diese z. B. im Se­rum enthaltenen Antigene werden dafür in ein vorgestanztes Gelloch pipet­tiert und diffundieren radial nach außen. Der Durchmesser des sich so ergebenden Präzipi­tatringes wird gegen eine Standard­reihe des An­tigens abgelesen und somit quantifiziert.

Ouchterlony

Mit dieser Methode ist eine Zuordnung von An­tigen zu Antikörper möglich. In zwei in einem Gel vorgestanzten Löcher wer­den flüssiges An­tigen, z. B. Serum, und Antikörper pipettiert. Antigen und Antikör­per präzipitieren nach der Diffusion im Gel beim Aufeinandertreffen als bogenförmige Präzipitinbildung. 

Latextests als Schnelltest

An Latex gebundene AK reagieren mit dem An­tigen. Ab einer bestimmten Anti­genkonzentra­tion führt dies zu einer sicht­baren Agglutination.

Lasernephelometrie, Turbidimetrie

Wird eine Lösung mit kleinen Partikeln in einen Lichtstrahl gebracht, so wird ein Teil des einge­tretenen Lichtes absorbiert und ein anderer Teil gestreut.

Bei der Turbidimetrie wird die Absorption des Lichtes gemessen, bei der Nephelo­metrie das seit­lich austretende Streulicht. Turbidimetrische Verfahren lassen sich leichter automatisieren und werden des­halb bei der Proteinbestimmung in Groß­geräten eingesetzt. Die Nephelometrie ist sensitiver und wird vor allem für die Quan­tifizie­rung von Proteinen geringerer Kon­zentrationen in Serum, Liquor oder Urin verwendet.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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