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Lexikon zum Laborbefund

Polycythaemia vera (PV)

Bei der Polycythaemia vera (PV) findet man vor allem eine vermehrte Erythrozytenzahl, aber wenn auch in geringerem Ausmaß eine Throm­bo- und Granulozytose. Durch die erhöhte An­zahl der Thrombozyten, Granulozyten kommt es zu Durchblutungsstörungen kommen, gleich­zei­tig haben die Patienten ein rotes Gesicht und blaurote Schleimhäute, eine  Hepatosplenome­ga­lie, Nachtschweiss und bedingt durch das zäh­flüs­sige Blut eine arterieller Hypertonie.

Osteomyelofibrose/Osteomyelosklerose 

Die Osteomyelofibrose (OMF), auch Osteo­mye­lo­sklerose (OMS) ist ein myeloproliferatives Syn­drom. Sie kann als eine eigenständige Er­kran­kung (primäre OMF) auftreten oder sich auch als Folge einer Polycythaemia vera sekun­där manifestieren.

Bei der OMF kommt es zu einer progredienten Fibrosierung des blutbildenden Knochen­mark­gewebes und einer extramedullärer Blutbildung in Leber und Milz. Am Anfang der Krankheit bleiben die Patienten häufig symptomlos, erst nach längerer Zeit wird die Erkrankung diag­nostiziert. Die klinische Symptomatik (Müdig­keit, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, Durch­fall, Nachtschweiß) ähnelt der CML, die Spleno- und Hepatomegalie kann zu Oberbauchbe­schwer­den führen.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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