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Lexikon zum Laborbefund

Kiel-Klassifikation

Die Kiel-Klassifikation verwendet die Begriffe "hoher und niedriger Malignitätsgrad" und grenzt damit diejenigen Lymphome mit überwiegend maligner, aus blastenähnlichen bzw. „blastischen“ Zellen bestehender Zell­po­pulation den so genannten Non-Hodgkin-Lym­phome niedriger Malignität ab.

Morphologisch lymphozytisch, immunozytische oder zentrozytische Lymphome haben also grundsätzlich einen weniger aggresiven Verlauf als  zentroblastisch, lymphoblastisch oder im­muno­blastische Lymphome

a) Lymphome von niedrigem Maligni­tätsgrad

lymhozytisch:

B-CLL, Haarzellen-Leukämie, Mycosis fun­goi­des, SEZARY-Syndrom, T-Zonen-Lymphom

immunozytisch:

lymphoplasmozytisches, lymphoplasmozy­toides und polymorphes Immunozytom (Plasmozytom, Morbus Waldenström)

zentrozytisch:

lymphozytäres Lymphsarkom

zentroblastisch-zentrozytisch:

follikulär bis diffus, mit und ohne Sklerose (Morbus Brill-Symmers)

b) Lymphome von hohem Maligni­tätsgrad

zentroblastisch:

primäre und sekundäre Form (Retikulo-Sar­kom)

lymphoblastisch:

BURKITT-Typ (ALL = Lymphoblasten-Leu­kä­mie) „convoluted cell type“, und un­klassifi­zierte Formen

immunoblastisch: mit und ohne plasmoblastisch-plasmozyti­sche Dif­ferenzierung (Retikulosar­kom, Re­tothelsar­kom)

 


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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